Bonner Forscher wollen Maya-Wörterbuch erstellen

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Die Maya bauten gigantische Pyramiden, waren Meister im Rechnen, und sie hinterließen rund 800 rätselhafte Schriftzeichen. Forscher der Universität Bonn wollen in einem 15 Jahre dauernden Projekt die Hieroglyphen der Maya erforschen und ein „Wörterbuch des Klassischen Maya erstellen“.

Das ist eine ziemliche Sisyphos-Arbeit. Denn um das Ziel zu erreichen, will ein zehnköpfiges Forscherteam rund 10 000 Inschriften aus der Zeit von 250 v. Chr. bis 900 n. Chr. in den nächsten Jahren erschließen und digitalisieren, wie der Leiter des Projekts, Professor Nikolai Grube, am Mittwoch in Düsseldorf sagte. Darauf basierend soll dann das Wörterbuch als Datenbank und in gedruckter Form erstellt werden. Es soll den gesamten Sprachschatz der Maya abbilden. „Der Schlüssel für die Schrift muss noch gefunden werden, um einen Einblick in die alte indianische Kultur vor der Ankunft der europäischen Eroberer zu bekommen“, sagte Grube.